Chronik
- 1890: Karl Krämer hat das Wohnhaus von seinem Vater übernommen. Er ist Bergschmied und baut eine Schmiede.
- Bis ca. 1930 ist die Schmiede in Nutzung
- 5. April 2006: das Wohnhaus und die Schmiede werden unter Denkmalschutz gestellt.
- 27. März 2014: der Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen e.V. erwirbt die Schmiede von den Erben von Hilde Krämer.
- 2015/2016: Bestandsaufnahme, Vorarbeiten, Genehmigungen, Planungen
- 2017/2018: denkmalgerechte Restaurierung
- 1. März 2017: Übergabe der Förderzusage der NRW-Stiftung
- 23. Juni 2018: Einweihung der restaurierten Schmiede Krämer
- Jährlich Ferienspiele über das Ferienangebot der Stadt Kreuztal. Anfangs 2, jetzt an 12 Tagen mit bis zu 6 Kindern ab 8 Jahre.
- Tag des offenen Denkmals




Während der Restaurierung wurde regelmäßig in der Siegener Zeitung, Westfälischen Rundschau, im WDR und auf Radio Siegen berichtet.
Zusammenstellung aus Zeitungsberichten:
Ein Littfelder Baudenkmal aus dem Jahr 1890 ist allzeit ein Hingucker, rückt aber nunmehr ganz besonders in den Fokus: Die Schmiede Krämer, an der Straße Zum Burberg und somit mitten im Ort gelegen, ist die letzte von fünf ehemals in Littfeld betriebenen Schmieden, sie steht seit 2006 unter Schutz und befindet sich seit 2014 im Besitz des rührigen Heimatvereins Littfeld-Burgholdinghausen. Dieser möchte das geschichtsträchtige Schmuckstück restaurieren, damit es so oft wie möglich geöffnet werden kann und dann die Möglichkeit bietet, „die Geschichte des Ortes und der Werkstatt zu erzählen“.
Der Schmiede soll also gewissermaßen neuer Odem eingehaucht werden, damit sie wieder die Arbeit aufnehmen kann. Mit einer Baustein-Aktion hoffen die Heimatpfleger auf finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung. 30 000 Euro, so Fick, werden wohl für die Restaurierung des Gebäudes benötigt, die in enger Absprache mit der Denkmalbehörde erfolgt.
Weitere „25 000 Euro brutto“ würde die Befestigung des Bodens rund um das Gebäude kosten. An Pflastersteine wird gedacht; hier könnten aber sicherlich u. a. durch Eigenleistungen die Kosten noch nach unten reduziert werden, so der Vereins-Vorsitzende sinngemäß.
Gemäß dem Motto „das Wichtigste zuerst“ möchten die Littfelder aber zunächst das Baudenkmal anfassen, Marodes, Morsches und Undichtes gemäß den Auflagen ersetzen, damit in nicht allzu ferner Zukunft die Esse wieder angeheizt werden kann. Schließlich befindet sich mit Björn Klug ein Schmiedemeister in den Vereinsreihen. Und auch Martin Fick kennt sich gut aus: „Ich bin in einer Schmiede groß geworden“, verriet er, als er im SZ-Gespräch auf den noch immer im Gebäude festsitzenden typischen Geruch hinwies. Zu seiner Familie zählten schließlich „Schmedde Ficks“ aus Eichen.

Was ist bislang geschehen und nunmehr geplant? Es wurden schon in Absprache mit dem Nachbarn die Grundstücksgrenzen begradigt. Die Restaurierung begann mit einer umfassenden Bestandsaufnahme. Schon beim Aufräumen kamen wahre Schätze zutage. Der überdimensionale lederne Blasebalg liegt ebenso noch in der Schmiede wie auch zahlreiche, zwar verrostete, aber dennoch gut erhaltene Werkzeuge.
„Mit der sogenannten Kartierung wurde der Zustand des gesamten Gebäudes von den Fachleuten für Dach, Wand und Tür untersucht und dieser festgeschrieben. Diese Kartierung war auch Grundlage der Angebote für die verschiedenen Gewerke. Mit der Gesamtheit der Untersuchungsergebnisse und dem Kostenplan wurde dann ein erster Förderantrag gestellt.“ Dieser liegt nun der NRW-Stiftung vor.
Das Dach soll bzw. muss neue Pfannen, Regenrinnen und ein neues Gesims erhalten. Holzbalken in den Wänden sind zum Teil vom Wurm befallen oder gar faul; wo dies der Fall ist, müssen neue herbei. Und auch die unteren waagerechten Balken bedürfen der Erneuerung. Die zum Teil mit recht unterschiedlichen Materialien errichteten Gebäudeseiten – mal Ziegel, mal Fachwerk, mal Putz, mal Holz – müssen ebenfalls hier und da in Schuss gebracht werden. Die Esse im Inneren ist noch funktionstüchtig, der alte Blasebalg wartet auf seine Überholung und sodann darauf, das Feuer zu entfachen und „bei Laune“ zu halten, und viele Werkzeuge haben dem Zahn der Zeit die Stirn geboten.
Wenn ein finanzieller Grundstock steht, soll mit der Sanierung begonnen werden. „3500 Euro haben wir gespart“, verriet Martin Fick, der auf Fördermittel der NRW-Stiftung, aus dem städtischen Denkmaltopf und auch vom Kreis hofft. Die Kommune habe zudem Hand- und Spanndienste des Bauhofs avisiert – eine Chance, die Kosten zu senken.
„Wir wollen die Schmiede so häufig wie möglich für Jedermann öffnen“, kündigt Martin Fick an. Konkret geplant sind: Teilnahme am jährlich stattfindenden „Tag des offenen Denkmals“ im September mit entsprechenden Schmiedevorführungen; Ein- und mehrtägige Schmiedekurse — „das Schmiedehandwerk ist geeignet, Kreativität und Geduld zu erlernen und auszuleben“; Beteiligung an den jährlichen Ferienspielen der Stadt Kreuztal — „wir wollen das Handwerk aktuell halten und jungen Mitmenschen zeigen, wie mühsam, aber auch erfolgreich diese Arbeit ist“.
Der Blasebalg (Bericht aus der Siegener Zeitung)

