Littfelder Aussichten

Hauberg

Waldgenossenschaft Littfeld

Die Waldgenossenschaft Littfeld wurde 2015 gegründet durch den Zusammenschluss der Waldgenossenschaft „ Littfelder Hochwald“ und der Waldgenossenschaft „Littfelder-Haubergskomplex“. Durch den Zusammenschluss wird heute auf einer Fläche von 439 Hektar naturnahe Waldwirtschaft betrieben.

Rund 150 Anteilseigner besitzen die aus 4000 Anteilen bestehende Genossenschaft. Waldgenossenschaftsanteile sind ideelle Anteile, das heißt, der Anteil ist nicht an die Fläche gebunden. Kein Baum oder eine Parzelle ist dem Anteil zugeordnet, sondern es besteht lediglich ein Recht auf Brennholz und eine erwirtschaftete, finanzielle Ausschüttung.

Waldgenossenschaften, auch Gesamthandgemeinschaften genannt, werden in der Regel ehrenamtlich geführt. Sie unterliegen dem eigens für diese Besitzform im Jahr 1974 verabschiedeten Gemeinschaftswaldgesetz NRW.
In der Historie waren die Waldgenossenschaften ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in den Dörfern des Siegerlandes und im Südlichen Sauerland. Sie lieferten durch die Haubergswirtschaft neben dem dringend benötigten Brennholz auch Roggen für die Nahrung und Huteflächen für das Vieh. Durch das Verkaufen der Eichenrinde (Lohschälen, die Gerbsäure in der Eichenrinde wurde in den Gerbereien benötigt), oder das Schanzebinden ( die dünnen Äste wurden gebündelt und in den Dorfgemeinschaften zum Brotbacken verfeuert ), konnten sich die Waldgenossen ein kleines Einkommen dazuverdienen.

Nach den Weltkriegen wurde die Produktion von schnell wachsenden Hölzern immer wichtiger. Die Nachfrage nach Bauholz für den Wiederaufbau und die immer weiter wachsende Wirtschaft verdrängten die Niederwaldbewirtschaftung. Immer mehr Fläche wurde mit Fichte aufgeforstet, dem Brotbaum der Waldbesitzer.
Die Stürme Wiebke, Kyrill und Lothar und die darauf folgenden trockenen Jahre mit einer nie dagewesenen Borkenkäferkalamität zeigten den Waldgenossen schnell die Grenzen dieser Bewirtschaftung auf.

Heute ist den Waldgenossen neben der wirtschaftlichen Seite die Nachhaltigkeit ihrer Arbeitsweise mindestens ebenso wichtig. Die Waldflächen werden in stabile Mischwälder umgebaut. Die Waldgenossenschaft Littfeld hat auf ihren Flächen mittlerweile über 160.000 Pflanzen in den Boden gebracht. Etwa 35 verschiedene Baumarten sind angepflanzt worden.
Der Schutz und Erhalt unserer Wälder ist wichtiger denn je für Klimaschutz, Biodiversität, die Filterfunktion und Speicherung unseres Grundwassers und als Ort der Erholung.

Amandus Brill-Kolb / Birkenhof


Wiederaufforstung Abteilung 30D
Sesamstraße Bienenhäuschen

Auf dieser Waldfläche standen Fichten mit einem Alter von ca. 55 Jahren.
2022 wurde die Fichtenkultur durch den Borkenkäfer komplett zerstört, alle Fichten sind dann geerntet und in den Sägewerken in der Region zu Bauhölzern und Gartenhölzern gesägt worden.
2023 und 2024 wurde dann die Fläche wieder angepflanzt.
Auch wegen ihrer besonderen Lage an der Sesamstraße sind hier neben den
Nutznadelhölzern Lärche und Kiefer einige Exoten mit in die Anpflanzung gemischt worden.

Gepflanzt wurde hier:
Lärche, Hemlocktanne, Thuja, Elsbeere, Schwarznuss, Esskastanie, Ginko, Robinie, Roteiche, Weisskiefer, Weisstanne, Blauglockenbaum, Plantane, Tulpenbaum